Der Trekking-Rucksack

Der Trekkingrucksack gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen.

Wenn er nicht passt, wird man es definitiv bereuen.

Tipps zum Kauf eines Trekkingrucksacks

  • Möglichst geringes Eigengewicht des Rucksacks bei möglichst großem Volumen.
    In der Regel gilt auch, je höher der Tragekomfort, desto höher das Gewicht. Der Umkehrschlussgilt jedoch nicht immer zwingend.
    Letzten Endes ist es wie bei fast allem, die Mischung machts!
  • Halterungen für Stöcke sollten vorhanden sein
  • Eine integrierte/mitgelieferte Regenhülle, sollte nicht das ausschlagende Argument sein. Die kann man sich günstig dazu kaufen.
  • Das Außen-Material sollte zwar einen gewissen Regenschutz aufweisen, aber auch das sollte nicht das ausschlaggebende Argument sein,
    da das Außenmaterial nie vollständig Regendicht sein wird. Eine Regenhülle wird man trotzdem brauchen.
  • Der Rucksack muss für jede Person individuell eingestellt werden und passen
  • Rucksäcke sollten immer befüllt getestet werdens
  • Wenn man läuft, darf er oben nicht hin und her wackeln. Entweder ist er falsch eingestellt oder ungeeignet für die jeweilige Person.
  • Normalerweise sollte ein Rucksack nicht relevant über den Kopf des Trägers ragen

Die Rucksackgröße bzw. dessen Volumen richtet sich nach dem Einsatzzweck:

  • Für Bergtouren bzw. Wochenendtouren reicht ein Rucksack zwischen 35-45 Liter – je nachdem ob Pickel und sonstige Bergausrüstung auch mitgenommen werden muss
  • Für Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte und ggf. teilweise Proviantmitnahme, sind 50 Liter Volumen optimal
  • Für Mehrtagestouren / Expeditionen bei denen sowohl Proviant, Kochutensilien und ein Zelt mitgenommen werden müssen, braucht schon 60 und mehr Liter Fassungsvolumen

Trekkingrucksack für Frauen und Männer: Der Bach Slim Mac

Bach Slim Mac Trekkingrucksack
Unsere persönliche Empfehlung: Bach Slim Mac für Männer und Frauen

Vorbehaltlos zu empfehlen ist der Bach Slim Mac Rucksack von 60-72L Volumen.
Bach ist ein irischer Hersteller und für Qualität bekannt. Er bietet einen sehr hohen Tragekomfort, ist hervorragend verarbeitet, nutzt gutes Material und bietet alle notwendigen Einstellmöglichkeiten. Einziges kleines Manko ist sein Eigengewicht mit 2,8-3,0kg. Es gibt leichtere Rucksäcke mit diesen Volumen, aber dafür bieten sie keinen so großartigen Tragekomfort.
Dennoch verzichtet Bach auf „Firlefanz und Schnickschnack“ und achtet ausschließlich auf Funktionalität, quasi der Maxime nach, maximale Funktionalität bei geringstmöglichem Gewicht. Daher sind die beiden möglichen Kritikpunkte Gewicht und Preis des Rucksacks absolut gerechtfertigt.
Wir haben uns beide für diesen Rucksack entschieden. Er trägt sich sehr gut und ist außerdem auch wunderbar für etwas kleinere Menschen (ca. 1,65m) wie uns geeignet.
Auch die Bewertungen bei Globetrotter zu diesem Rucksack sind durchweg positiv.

Checkliste & Tipps: Trekkingrucksack richtig packen

Als Grundregel gilt: Der Schwerpunkt muss möglichst nah am Rücken liegen.
D.h. alles was schwer ist, muss möglichst an den Rücken gepackt werden.

  1. Zuerst muss man sich überlegen, woran muss ich wie häufig ran.
    Es gibt eigentlich drei grundsätzliche Grade hinsichtlich der Zugänglichkeit der Ausrüstung:

    • Jederzeit: Nahrungsmittel für Unterwegs (Riegel), Sonnenbrille, Kompass, Mückenmittel, etc.
    • Bei Bedarf mehrmals am Tag: Regenkleidung, Rucksackregenhülle, Wasserfilter, Wasserflasche
    • Erst beim Lagern: Schlafsack, Kocher, Frühstück, Abendessen, etc.
  2. Bevor es los geht: Erst mal die Gurte lockern
  3. Jetzt das Bodenfach packen:
    Grundsätzlich gehört hier als aller erstes der Schlafsack rein, dann Handtücher, Isomatte, falls noch Platz ist Ersatzkleidung.
    Das Bodenfach sollte möglichst voll gepackt werden, da ein voll gepacktes Bodenfach die Gewichtsübertragung stabilisiert.
    Erprobter Praxis-Tipp:
    Den Schlafsack nicht im Packsack sondern offen verstauen, da der Packsack nur unnötige “Luft-Löcher” schafft. Ich persönlich würde den Packsack zumindest trotzdem mitnehmen, weil man so bei Bedarf noch die Flexibilität hat, den Schlafsack anders zu verstauen.
  4. Das entscheidene Rucksack-Hauptfach:
    Hier kommt die schwere Ausrüstung rein. Umso schwerer, umso näher muss der Ausrüstungsgegenstand mittig und möglichst nah am Rücken verstaut werden – das Zelt steht da ganz vorne. Außenherum kann dann die Restliche Ausrüstung je nach Gewicht verteilt werden.
  5. Die Seitentaschen des Rucksack:
    In die Seitentaschen gehören mehrmals am Tag benutzte Gegenstände, wie z.B. die Wasserflasche aber auch die Regenkleidung.
    Erprobter Praxis-Tipp: Wenn man weiß, dass man genügend Möglichkeiten hat, das Wasser wieder aufzufüllen, dann sollte man beide Flaschen nur halb füllen. Das spart nochmal ordentlich Gewicht und sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung.
  6. Das Deckelfach:
    Man neigt dazu, das Deckelfach zu voll zu machen. Da sollte man aber wirklich streng mit sich sein. Hier sollte wirklich nur das rein, was sehr häufig benutzt wird.
    Erprobter Praxis-Tipp: Es klingt vielleicht überflüssig, aber trotzdem aus eigener Erfahrung der Hinweis: Schokoriegel sollten nicht äußeren, sondern im inneren Rucksack-Deckelfach verstaut werden. Geschmolzene und wieder hart gewordene Schokolade ist nicht das was man unbedingt haben möchte.

Abschließend noch der Tipp: Der Trekkingrucksack sollte beim Gehen nicht hin und her wackeln.
Falls das der Fall ist, ist er entweder falsch eingestellt oder schlecht gepackt – oder im schlimmsten hat man für sich den falschen Rucksack gekauft. Bzgl. der Größe, sollte er gepackt nicht mehr als ein paar Zentimeter über den Kopf hinausragen.
Falls er das doch tut, wird er vermutlich beim Gehen hin und her wackeln.